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Meine Geburt & kurz danach

Ich rumorte schon seit einigen Tagen und strampelte immer mehr gegen Mamas Bauch. Da Mama Unmengen von Wasser im Körper und dadurch ganz dicke Beine und Füße hatte, baten die Ärzte meine Mama am 22.08.11 in das Krankenhaus.

Eigentlich war dieser Tag, der errechnete Geburtstermin. Sie wurde an das CTG¹ angeschlossen und es wurde festgestellt, dass sie schwache Wehen hatte. In Anbetracht des vielen Wassers im Körper meiner Mama, haben sie die Ärzte gleich da behalten. Sie bekam am Montag und Dienstag Mittel um die Wehen anzukurbeln.

Auch am nächsten Tag (24.08. - mein Geburtstag) ging das Spielchen mit dem CTG wieder von vorne los. Allerdings wollte ich auch an diesem Tag nicht raus. Um 12 Uhr Mittags wurde dann beschlossen, dass ich per Kaiserschnitt geholt werde. Das Risiko einer Vergiftung, oder ähnlichem, durch das viele Wasser im Körper war zu hoch.

Um 13 Uhr ging es runter in den Operationssaal, wo meiner Mama als erstes eine Periduralanästhesie (PDA)² verpasst wurde. Der Papa kam dann auch und sah für die Mama lustig aus. So im grünen OP-Overall, Haarnetz und Mundschutz. Ein paar Minuten später lag Mama dann auf dem Operationstisch.

Interessant fanden Mama und Papa den ganzen Ablauf. Mama hat nichts gespürt, ausser ein bisschen Ruckeln, als mich die Ärzte heraus holten. Das Ganze passierte innerhalb von 10 Minuten. Um 13.17 Uhr wurde es dann ganz hell um mich herum. Ich musste natürlich erstmal laut schreien - ging ja gar nicht. Es war kalt, laut und ich musste auch noch selber atmen. Sauerei. Aber alles schreien half nicht. Sie stellten mich kurz meinen Eltern vor und packten mich in ein Handtuch. Nach einer kurzen Untersuchung ging es auf die Station, wo ich gewogen, gemessen und sauber gemacht wurde.

Gefühlte fünf Stunden später kam dann Papa und hat mich eine halbe Stunde gehalten und mit mir gekuschelt, bis Mama wieder richtig wach war und ich auch mit ihr kuscheln durfte. Dann ging es in unser Familienzimmer. Das war schön. Nur Mama, Papa und ich. Da konnte ich ganz viel schlafen. Nur doof, dass ich immer regelmäßig aufwachte, weil ich Hunger verspürte. Mama hat mich dann immer angelegt. Am Anfang ging das noch nicht wirklich gut. Aber dank der lieben Stationsschwestern hatten wir bald den Dreh raus und ich konnte meine Mama leer saugen. Ansonsten habe ich die Tage nur mit ein wenig schreien (tu ich nur wenn ich Hunger habe), essen, Windel voll machen und schlafen zu tun.

¹ Mittels CTG (Cardiotokografie) misst der Arzt den Herzschlag des ungeborenen Kindes in Abhängigkeit von der Wehentätigkeit.
² Mehr zur PDA gibt es auf Wikipedia.